Warum hab ich das nicht früher gemacht?

Me & my MomPreneur

 Gestern habe ich einen Impulsvortrag bei den MomPreneurs in Stuttgart gehalten. Es war mein zweiter Termin mit dieser Gruppe und es war einfach wieder ein tolles Erlebnis und eine tolle Erfahrung.

 

Es tut mir gut zu sehen, dass es so viele motivierte Frauen gibt, die sich zwischenzeitlich glücklicherweise in Netzwerken organisieren.  Ein wichtiger Beitrag um sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen und zu motivieren. Auch  2017 ist es für Frauen immer noch nicht einfacher gewordenen Selbständigkeit, oder Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

 

Es tut mir gut, dass auch die jungen Frauen in diesem Netzwerken mir so offen und freundlich begegnen.  Freundlichkeit, Wertschätzung und gegenseitige Anerkennung sind hier zuhause.

 Es tut auch gut über die eine oder andere Verletzung zu sprechen, die man sich beim Versuch den Spagat "Vereinbarkeit Familie & Beruf" auch wirklich perfekt hinzubekommen, zugezogen hat. Dieses Reißen und Stechen, dass in einem ist, wenn man mal wieder an dem Punkt angelangt ist, weder dem Kind noch dem Beruf gerecht zu werden. Endlich mal ein bisschen getröstet werden und zu wissen, dass man damit nicht alleine ist.

 

Hier kann man sich austesten und ausprobieren, muss nicht irgendwelchen aufgesetzten Standards entsprechen und bekommt ein konstruktives Feedback, dass einzig und alleine den Auftrag hat dich weiter zu bringen.

 

Auch gestern waren wir wieder eine bunte Mischung zwischen 45+ und aber wirklich jungen Frauen zwischen 20-30, manche mit ihren Kindern. Also alles da zwischen 10 Monate und 50+ Jahre. Ich habe mich natürlich besonders gefreut nicht alleine als 50+jährige dazustehen, sondern auch noch andere Lebensläufe kennenzulernen, die mir einfach auch nochmal wiedergespiegelt haben, dass meine Erfahrungen die ich bei Bewerbungen gemacht habe, auch die ihren waren (siehe letzter Blogeintrag). Die Freude mischt sich allerdings mit ein bisschen Wut und Trauer darüber, dass es überhaupt so ist.

 

Als ich gestern darüber sprach wie sich Berufstätigkeit auch 2017 noch gestaltet, sah ich viele nickende Köpfe.  Auch heute noch gilt für Frauen die folgende Regel: Von 25-40 bis du diejenige die potentiell schwanger werden könnte, Förderungen und Teamleiterstellen gehen leider an deine männlichen Kollegen. Dann "upppssss-sorry-nicht-aufgepasst" passiert es und du wirst schwanger, alle wußten das schon Jahre vor dir. Jetzt bist du also tatsächlich Mutter und dadurch leider, leider nicht mehr so flexibel einsetzbar und der Teamleiter-Posten geht deswegen an ... frag nicht. Du bist 50, deine Kinder sind aus dem gröbsten raus -  raus bist jetzt leider auch du. Ach, hier könnte man Romane schreiben. 3 Kapitel, jedes Kapitel 500 Seiten lang.

Für mich hat sich gestern auch nochmals bestätigt, dass auch die anderen "reiferen" sich immer Vorbilder oder Frauen mit Erfahrung gewünscht haben, die ihnen vielleicht auch mal ein Stück auf ihrem Weg geholfen hätten oder zumindest als Vorbild geeignet gewesen wären. Mentoring ist hier eines der entscheidenden und wichtigen Werkzeuge. Uns 40-50-something  eint alle, dass wir in einer Zeit aufgewachsen sind, in der die Mutter zuhause war oder eben im Betrieb mitgearbeitet hat, dann meist in der Buchhaltung. Uns eint aber oft ebenso, dass wir alle einen langen und schwierigen Weg hinter uns haben.

 

Uns eint aber auch, dass wir niemals aufgegeben haben und immer noch mit so viel Esprit, Elan, Freude und Optimismus in die Zukunft blicken und die Dinge anpacken.

 

Kommt bitte gerne auf mich zu, wenn ihr das Bedürfnis habt über etwas zu sprechen. Oft bekommt man ja schon beim Erzählen die Lösung präsentiert. Ich habe für euch alle immer ein offenes Ohr und freue mich über jeden Kontakt. Gerne bei einem Tässchen Kaffee.

 

Eure Gabriele

 

PS: Wenn ihr selbst Teil von diesem Netzwerk werden möchtet, findet ihr alle Informationen hier: https://mompreneurs.de/

PSPS: Anbei die Präsentation von gestern

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