Der Schachspieler

Hat jemand von euch den Film „Zeit der Kannibalen“ gesehen? Ein Kammerstück erster Klasse über Unternehmensberater und ihre skrupellose Art Business zu betreiben? Die sich gegenseitig ausstechen und niederknüppeln und dabei doch nur an ihren eigenen Schwächen zugrunde gehen?

 

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Das bewegtes Jahr

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende. Eine Liebeserklärung.

Vor kurzem schrieb ich an eine Freundin: „… das Jahr war so phantastisch, fast so, als ob sich mein Leben für das Jahr davor entschuldigen wolle …“ Und ja. Ein phantastisches Jahr neigt sich dem Ende zu und ich freue mich, ich freue mich so riesig, auf das Jahr 2018 und auf das was kommt und wem ich alles in diesem Jahr begegnen werde. Im Folgenden Text werdet ihr oft das Wort "bewegt" lesen. Das war 2017 für mich: ein bewegtes Jahr. Emotional ebenso wie mental. Aber lest selbst.

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Die Momentaufnahme

Ein Podcast Interview und was es mit mir machte.

Wie fange ich an? Wo starte ich? Wie beginne ich eine Geschichte, die für mich und mein Leben eine so unglaubliche Kehrtwende und Veränderung herbeigeführt hat? Wo so viele, viele Faktoren und auch Zufälle und Entscheidungen dazu beigetragen haben? Keine einfachen Entscheidungen, die ich hier und jetzt zu fällen habe.

Fangen wir damit an: Vor drei Wochen wurde ich von Julia Meder und Sarah Schäfer vom Eigenstimmig-Podcast interviewt. Das Interview ist nun seit zwei Wochen online, und ohne mich nun als besonders selbstverliebt darstellen zu wollen: ich habe es mir ein paar Mal angehört. Seine eigene Stimme mal abseits vom Anrufbeantworter zu hören, ist schon etwas eigenartig.

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Generation Einhorn

Einhörner, was wollt ihr hier?

Ach war das lustig heute. Oder nein, auch nicht. Eigentlich überhaupt nicht.

 

Kurz mit einer Kollegin, fast gleicher Jahrgang, ähnlicher Werdegang über die neue Spezies unterhalten, die anscheinend gar nicht wissen, welche Chancen und Möglichkeiten sie haben. Meine Kollegin hat heute fast dieselbe Formulierung verwendet, die auch ich vor kurzem – ich weiß gar nicht mehr in welchem Gespräch nutzte: Die jungen wissen gar nicht mehr, für was wir kämpfen mussten und woran wir scheiterten oder wuchsen, dass jeweils abwechselnd und zum Haare raufen. Hier spricht die Generation X.

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Das Spiegelbild

Vier Arbeitslebensphasen. Ein Rückblick.

„Last Night I dreamed I went to Gimmeldingen again – the almond-trees bloomed and in the distance I recognized the winding streets with the beautiful houses.”

 

Was für ein poetischer Einstieg, gell meine Lieben? Als ich gestern die Straße aus Gimmeldingen herausfuhr, sprang dieser Satz (in Anlehnung an Schloß Manderly) in meinem Kopf und ließ mich nicht mehr los. War doch schon beim Abschied ein kleines Kernchen gesät: Der Wunsch die Straße in die andere Richtung zu fahren und wieder anzukommen.

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Die Nichtvereinbarkeit

Wenn Texte nichts an ihrer Aktualität verlieren ...

 

Ich habe schon immer geschrieben, wenn mir was auf der Seele brannte, es aber nie veröffentlicht. Einer meiner Lieblingstexte ist mein Tagebuch, dass ich 2011 während des Aufenthaltes bei einer  Mutter-Kind-Kur geschrieben habe. In diesem Text gibt es einen fiktiv geführten Dialog zum Thema Vereinbarkeit Familie & Beruf. Mein Sohn war damals 8 Jahre alt. Ich finde der Text passt immer noch prima. Manches würde ich heute vielleicht noch drastischer schreiben. Aber lest selbst.

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Buntes Korianderkraut

Was habe ich mit Koriander zu tun?

 

Ich steige in die Straßenbahn ein. Mir gegenüber sitzt eine Frau meines Alters. Sie sieht sehr  schön aus und ist sehr selbstbewußt. Ich beobachte sie.  Sie telefoniert kurz  - und dann ...  ich weiß fast alles über sie. Ich bin ausgesprochen mutig und spreche sie an - all meine Annahmen über sie, werden schnell bestätigt. Wir haben beide wundervolle Söhne im fast gleichen Alter. Unsere Prinzen. Unsere Sterne. Lass uns bitte nichts falsch machen. So einfach, kurz mal alle Freude und Ängste ausgetauscht, bei einer Fahrt 8,06 Minuten lang. Egal ob reich oder arm. So sollten wir sein, wir Menschen.

 

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Raus aus der Komfortzone oder ... rein?

Am Anfang wusste ich auch nicht so recht ...

Vor einigen Wochen war ich auf einem Impulsvortrag und hörte von einer Frau zu anderen Frauen "du musst deine Komfortzone verlassen". Ich mochte den Spruch noch nie, doch konnte ich bisher nicht formulieren, was mich daran stört.
Bis zum Erstellen dieses Textes. Es hat einige Tage in mir gebrodelt und plötzlich war alles glasklar: Ich möchte jetzt mal folgendes klarstellen: wenn Frauen ihre Komfortzone verlassen, bedeutet das was grundlegend anderes, als wenn Männer ihre K-Zone verlassen. Recherchiert bitte mal kurz im Internet folgendes "Komfortzone verlassen" und klickt kurz auf die ersten drei Ergebnisse (dann kommt ihr aber bitte hierher zurück). Bei mir waren es diese folgenden Ergebnisse: 


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- Die Macht deiner Gedanken, oder wie du sofort bekommst was du willst
- Wirklich gut investierte Minuten in Deine persönliche Weiterenwicklung. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl in der Magengegend beim Blick in den Canyon der unter mir lag – und fragte mich, warum ich die steile 20 Meter hohe Felswand überhaupt hinaufgeklettert war…
- Männlichkeit stärken.
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Vor dem Pitch ist nach dem Pitch ...

Was ich schon immer einmal über "Pitchen" erzählen wollte

Gestern war ich in der Metzgerei um die Ecke und habe gefragt, ob ich bitte kostenlos 50 Gramm von ihrer besten Haus-Salami haben könne, ich würde gerade einen Vergleich von den besten Haus-Salamis der Stadt machen. Die Frau Metzger schaute mich ungläubig an, da ich aber Stammkundin bin, schob sie mir irgendwann 50 Gramm Salami im Wert von 0,89 € wort- und fassungslos über den Tresen. Ich bedankte mich und ging. Beim nächsten Mal fragte ich dann, ob ich statt der 50 Gramm nicht doch bitte 150 Gramm haben könne, da ich mir nicht sicher wäre, ob die Salami nun auch wirklich die Beste wäre.

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Die eierlegende Wollmilchsau oder über den Unterschied zwischen Spezialisten und Generalisten

Mein Freund Fred

 Oben im Bild zu sehen: Fred. Fred kenne ich bereits seit er ein kleines Ferkel ist. Er lebt auf einem abgelegenen Hof, tief im schwäbisch-fränkischen Wald und genießt dort sein Leben. Fred ist zwar keine eierlegende Wollmilchsau, aber trotzdem ein seltenes Exemplar. Er ist viel, viel älter als die meisten anderen Schweine und gehört auch noch zu einer seltenen Rasse, deren Überleben einzig durch Enthusiasten und Individualisten ermöglicht wurde.

 

Solche Menschen nämlich, wie meine Freundin Sabine, die eben diesen Bauernhof - Freds Heimat -  betreibt. Einmal im Jahr, bekommt  Fred Frauenbesuch und darf sich fortpflanzen. Dann rennen irgendwann, später,  eine ganze Reihe an Ferkeln glücklich, torkelnd über die Wiese. Sie sind die Garanten für Freds Überleben und aber auch das der Wollschweine im Allgemeinen, landen doch glücklicherweise nicht alle von Freds Nachfahren im Topf.

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Warum hab ich das nicht früher gemacht?

Me & my MomPreneur

 Gestern habe ich einen Impulsvortrag bei den MomPreneurs in Stuttgart gehalten. Es war mein zweiter Termin mit dieser Gruppe und es war einfach wieder ein tolles Erlebnis und eine tolle Erfahrung.

 

Es tut mir gut zu sehen, dass es so viele motivierte Frauen gibt, die sich zwischenzeitlich glücklicherweise in Netzwerken organisieren.  Ein wichtiger Beitrag um sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen und zu motivieren. Auch  2017 ist es für Frauen immer noch nicht einfacher gewordenen Selbständigkeit, oder Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

 

Es tut mir gut, dass auch die jungen Frauen in diesem Netzwerken mir so offen und freundlich begegnen.  Freundlichkeit, Wertschätzung und gegenseitige Anerkennung sind hier zuhause.

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Ich bin dann mal raus ... ein Erfahrungsbericht

Warum Recruiter umdenken müssen

Mein aktueller Stand auf XING ist "Freelancer". Und vermutlich wird dieser Status auch so bleiben, denn ich habe keine Lust mehr. Ich habe keine Lust mehr meine Zeit für Unternehmen zu investieren, die zwar meinen Lebenslauf superinteressant und spannend finden, aber dann nicht in der Lage sind flexibel auf mich als Bewerber einzugehen. Ich habe mich auf Jobs beworben bzw. wurden mir angeboten, teilweise mit einer Übereinstimmung von mehr als 85 % auf mein Profil. Das ich keine 35 bin, zeigte ich dabei stets offen.


Ich erwarte von Recruitern, die meinen Lebenslauf als spannend erachten, auch in der Lage sind zumindest die großen Brüche zu lesen. Wieso muss ich Scheitern oder Uneinigkeiten mit früheren Arbeitgebern in Blumen packen? "Sie haben für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen". Wo liegt die Schwierigkeit nachzuvollziehen, dass man bspw. nicht weiter die finanzielle Verantwortung für ein Team übernehmen möchte, wenn man während der letzten Wirtschaftskrise knapp einer Insolvenz entgangen ist? Mein Lebenslauf ist deswegen so vielfältig und spannend, da er 25 Jahre Berufserfahrung umfasst und mutige, außergewöhnliche Wechsel und Entscheidungen beinhaltet. Das ist in "mindestens 2 Jahre Berufserfahrung" nicht zu stemmen und es ist auch nicht mit dem Gehalt eines Einsteigers zu bezahlen (und das ist man mit 2 Jahren Berufserfahrung immer noch).

 

Was Unternehmen erwarten? Bitte habe auf jede Frage eine passende, möglichst angepasste Antwort parat, die mir zeigt das du auf XING den kleinen "Bewerbungsknigge" und sonst noch was gelesen hast und smart und nun ja, eben angepasst bist. Zeige bitte auch keine Emotionen.

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