Die etwas andere Orga-Queen. Oder Organisation mal anders.

05.05.2019 Tag 1 // auf dem Weg nach Berlin zur re:publica 2019

Ich möchte gerne dieses Gefühl konservieren. Diese Momente, in denen dein Herz pocht, Glücksmomente, die sich Anfühlen wie ganz hoch schaukeln, der Moment, wenn die Schaukel kurz stehenbleibt, auf dem Gipfel ankommen nach einer langen Tour. Oder eben diese Momente im Leben, an denen du merkst, dass du für jeden Invest, egal ob schmerzhaft, anstrengend oder nervenaufreibend, gerade deine Belohnung erhältst.

Nach einem Jahr aussetzen bin ich auf dem Weg nach Berlin zur re:publica. Das gönn ich mir und gleichzeitig ist es eine Auszeit von zuhause und meinen Projekten. Es hat mir gefehlt im letzten Jahr und ich muss für mich für die Zukunft beschließen, diese Auszeit in jedem Jahr fest für mich einzuplanen, den obwohl ich noch nicht einmal in Berlin angekommen bin, spüre ich schon die Inspiration und das wohltuende der Reise. Während ich noch im Flieger sitze, fällt mir ein, dass ich eigentlich ganz gerne etwas zu einem Thema schreiben würde, dass mich jetzt die letzten Tage umtrieb.

Ich bin wie die meisten berufstätigen Mütter gut organisiert. Angestoßen zum Denken was Organisation mit mir macht und wie ich mich organisiere, wurde ich durch die Instagram-Challenge von @annahaeusler die das Wort Organisation für heute vorsieht. Unter mein Bild-Post auf Instagram beschrieb ich ein Ereignis: „Als ich vor … hüstel …. 20 Jahren oder so, mal von Barcelona nach Stuttgart flog und der Check-In und das On-Boarding  besonders chaotisch verlief, ich daraufhin zum Mann sagte „was für ein Chaos!“, meinte der spanische Stewart: „Organisation ist ein deutsches Wort“. Wir haben zu Dritt darüber gelacht und ich muss immer wieder daran zurückdenken.“

Wer jetzt erwartet von mir die eine Super-Methode zu erhalten, den muss ich leider gleich enttäuschen. Es ist eher eine Selbsterkenntnis, die ich bisher so nicht formulieren konnte, die Erkenntnis, dass ich mich ohne Todo-Listen oder sonstige Hilfsmittel sicher sowohl durch den Job, wie auch durch mein Privatleben navigiere. Klar mach ich mir auch manchmal Notizen, aber meist sind es lieblos dahin gesudelte Worthäcksel, die ich oftmals später nicht mehr entziffern kann, geschweige den irgendjemand anderem übergeben kann. Wie das funktioniert? Ich habe keine Ahnung. Was es mir bringt? Sicherlich manchmal schlaflose Nächte, wenn ich darüber nachdenke was ich in den nächsten Tagen zu erledigen habe. Was es mir aber auch bringt, ist ein wahnsinniges Vertrauen in mich selbst. Ich vergesse es schon nicht. Darauf kann ich mich verlassen. Gehirn-Jogging und Gedächtnistraining made by myself.

Und wenn dann mal was daneben geht, eben weil ich auch nur ein Mensch bin und nicht Trello oder sonst ein Tool, kann ich mir das zwischenzeitlich auch verzeihen. Jetzt muss ich nur noch lernen, mich dann nicht mehr so aufzuregen. Da bin ich aber auch wirklich auf einem guten Weg.

Wie ich hier so ticke, habe ich gestern versucht meinem Sohn zu erklären. Wie das ist mit mir und der Merkliste im Kopf. Hintergrund war, dass ich ihn zum Tanzen fuhr und mir einfiel, dass der Kurs noch nicht bezahlt wurde. Und dass ich es so schnell wie möglich bezahlen möchte um es von meiner „Gedanken-Liste“  zu streichen.

Als ich ihn wieder abholte nach 2 Stunden, grinste er mich an und sagte: „Kannste streichen Mama. Alina und ich haben bei einem Tanz-Contest mitgemacht und gewonnen. Der Preis ist die kostenlose Teilnahme am Kurs“. Das war mit Sicherheit einer der schönsten Haken, die ich in letzter Zeit gedanklich gesetzt habe.

Wie organisiert ihr euch? Macht ihr Listen? Oder nutzt ihr irgendwelche Tools die euch helfen? Wenn ihr Lust habt, erzählt doch wie ihr dafür sorgt den vollen Überblick zu behalten.

Herzlichst eure

Gabriele

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